Dies und Das
Dinge rund um Zucht und Ernährung !
Zucht:
Diese Seite soll entstehen weil im Laufe der Jahre als
Züchter und Mehrhundehalter einem Dinge begegnen die
vielleicht auch für den Einzelhundehalter interesssant
sein könnten. Vor allem Dinge die für alle,
an der Zucht interessierten Menschen nützlich sein
können. Für interessierte Neuzüchter habe ich bereits
eine Züchtermappe entworfen , Auszüge aus dieser werde
ich hier veröffentlichen.
Wenn man anfängt zu
züchten entstehen Fragen über Fragen. Diese Seite
soll einen kleinen Teil der Fragen beantworten sofern
das möglich ist. Zu züchten heißt immer wieder zu
lernen und sich weiterzubilden. Am Anfang der Zucht ist
man meist etwas unsicher und froh wenn einem ein
erfahrener Züchter /Zuchtwart tatkräftig zur Seite
steht und einem berät. Züchten bedeutet viel
Verantwortung zu übernehmen, so viel Freude zu
bekommen, aber vielleicht auch Leid, Enttäuschung und
Rückschläge zu erfahren. Dagegen ist niemand gefeit
wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Wer nach
kurzer Zeit aufgibt weil unerwartete Schwierigkeiten
oder Erlebnisse auftauchen der hat sich im Vorfeld wohl
nicht genug Gedanken gemacht was züchten heißt. Wenn
Sie bereit sind ihre Freizeit zu opfern, sich darüber
im Klaren sind dass züchten nicht reich macht, mit Herz
und Verstand bei der Sache sind, ihre Familie hinter
ihnen steht, sie bereit sind sich weiterzubilden dann
sind sie auf dem richtigen Weg und wir wünschen Ihnen
von Herzen:
Viel Erfolg !
Kleine Checkliste was alles zu
beachten ist :
Zwingeranmeldung
( nähere Info beim Ortsgruppenzuchtwart oder beim LG
Zuchtwart )
Mind 3
Zuchtbewertungen (mind Gut)
HD-Auswertung (mind
B2 )
Besuch eines
kynologischen Seminars
Zwingernamen 3
Vorschläge
Zwingerabnahme mit
OG Zuchtwart
Kauf eines
Zuchtbuchs(VDH)
Erstellen einer
Internetpräsenz damit zukünftige Käufer Infos erhalten
! Wichtig in der heutigen Zeit!
Zucht
Geeigneten Deckrüde
suchen, wenn es ein ausl. Deckkarte beim PSK anfordern
Beim Deckrüden
anmelden
Wenn Hündin heiß
Abstrich machen lassen
Wenn Bakterien
behandeln lassen
Herpes
Impfung(vorbeugend gegen Welpensterben)
Decktagbestimmung
Decken
Wurfantrag
ausfüllen und vom Deckrüdenbesitzer unterschreiben
lassen
Kopie von
Ahnentafel , Prüfungen , Zuchtbewertungen und HD geben
lassen
Bei ausl. Rüden
Deckkarte mit AT des Rüdens zum PSK schicken
OG Zuchtwart und LG
Zuchtwart informieren dass Hündin belegt ist
Deckkarte an LG
Zuchtwart senden
Wurfvorbereitung
Futtermenge noch
nicht erhöhen
Ab 28 Tag
Ultraschall möglich
Drauf achten ob
klarer Ausfluß erscheint
Wurmkur
verabreichen in der 4 Woche
Wenn US positiv
Futtermenge etwas erhöhen
Wurfzimmer
herrichten
Waage
Handtücher
Bettlaken
Tägl eine Dosis
Pulsatilla D6 geben
Tägl eine Portion
Himbeerblättertee geben
Kauf von Calcium
Frubiase T
Secale Cornutum D6
Cimicifuga D6
Metrovetsan
Lactovetsan
Traubenzucker
Desinfektionsmittel
Sternfaden
Schere
Nabelklemme
Rivanol
Doxapram
Heft zum notieren
von geschlecht , geburtsgewicht,Uhrzeit und Markierung
Farbige Bändchen
Welpenmilch
Bierhefeflocken
Fieberthermometer
Vaseline oder
Gleitgel
Wärmematte
14 tage vor
Wurftermin 2 Herpesimpfung
Tierarzt
informieren wann Termin ist und abklären dass er
erreichbar ist
Wurf
Ab dem 56 Tag
Temperatur messen
Mehrmals tägl
füttern kleinere Portionen
Temperatur fällt ab
TA informieren
Geburt beginnt
Welpen sind
gelandet
BITTE Immer!
nach Geburtsende vom TA
kontrollieren lassen ob alle Welpen
Geboren sind und
sich nicht noch Welpen in der Hündin befinden!
Zuchtwart
informieren
LG Zuchtwart
Wurfmeldung senden
Wurfmeldung an PSK
senden zur Aufnahme in die Welpenliste
Erstbesichtigung
mit OG Zuchtwart innerhalb der ersten 3 tage
Tägl Temp. der
Hündin kontrollieren
Welpen wiegen tägl
dann alle 2-3 Tage
Hündin Calcium und
Metrovetsan geben
Bei Milchmangel
Lactovetsan
Mit 14 Tagen
entwurmen vón Hündin und Welpen
Danach noch mind. 3
weitere Male bis zur Abgabe
Zufüttern wenn Wurf
zu groß
Zufüttern mit 3-4
Wochen
Impfen mit 5-6
wochen gegen Parvovirose
Impfen mit 8 Wochen
(Grundimmunisierung)
Chipen mit 8 Wochen
Kaufverträge beim
aussuchen unterschreiben lassen
Abgabe
Namen spätestens
jetzt festlegen
Zuchtwart zur
Wurfabnahme bestellen nicht vor 8 Wochen
Unterlagen richten
wie
Wurfantrag
Impfhefte
Chipaufkleber
Zwingerkarte
Papiere von Hündin
und Rüde
Nach Abnahme:
Welpen verbleiben
noch 5 Tage beim Züchter nach Impfung
Werden abgegeben
möglichst mit etwas Futter das sie gewohnt sind und
Impfausweis
Spätestens
in der 12 Woche den Wurfantrag und alle Unterlagen beim
PSK einreichen
Zur Erstellung der
Ahnentafeln.
Kommen die
Unterlagen nach der 12 Woche zum PSK gibt’s eine Strafe
Wie alles beginnt
(Erfahrungen und Checkliste aus eigener Sicht)
Sie sind Mitglied
im PSK. Sie haben eine Hündin die zur Zucht geeignet
ist. Das heißt sie wurde im zuchtfähigen Alter mind.
3mal ausgestellt und mind. Mit Gut bewertet, bei den
Schnauzern , Riesenschnauzern und Deutschen Pinschern
muß die HD ausgewertet sein mit mind. B2. (alles
Mindestvoraussetzungen!)Sie sind überzeugt von der
Rasse haben sich intensiv mit dem Zuchtgeschehen
vertraut gemacht , an einem Züchterseminar teilgenommen
und haben die nötigen räumlichen Voraussetzungen . Sie
haben sich einen Zwingernamen überlegt ,besser noch 3
zur Auswahl. Dann können Sie über ihren OG Zuchtwart
einen Zwinger beantragen. Dieser OG Zuchtwart wird
ihre Örtlichkeiten besichtigen alles im
Zwingerabnahmeformular festhalten und dies an den
Landesgruppenzuchtwart weiterleiten. Dieser leitet bei
Befürwortung das Formular an den Hauptzuchtbeauftragten
des PSK . Befürwortet dieser den Zwingereintrag wird
beim PSK geprüft unter welchem ihrer ausgesuchten Namen
der Zwinger eingetragen werden kann. Nach Eintrag
erhalten sie ihre Zwingerschutzkarte und können ins
Züchterleben starten.
Vor Läufigkeit
rechtzeitig geeigneten Deckrüden aussuchen indem Sie
Ahnentafeln studieren, Wesen und Anatomie von Deckrüden
beobachten . Sind sie unsicher lassen sie sich
beraten. Beim Deckrüdenbesitzer anmelden und sich im
Vorfeld vergewissern das er die nötigen Voraussetzungen
erfüllt. Decktaxe erfragen.
Die Hündin wird
heiß: Deckrüdenbesitzer informieren.
Tierarzt aufsuchen
, Abstrich entnehmen lassen und auf bakterielle
Infektionen überprüfen lassen. Wenn bakterieller Befall
besteht so noch die Möglichkeit antibiotisch zu
behandeln. Die Hündin wird vor dem decken bei uns gegen
Herpes geimpft. Bitte sprechen sie ihren TA drauf an.
Herpesviren können für Welpensterben verantwortlich
sein.
Mit dem TA weiteres
Vorgehen zur Deckzeitbestimmung besprechen. Wir selbst
testen ab dem 8 Tag mit Vaginoskopie (Beobachtung des
Muttermundes und der Schleimhaut) und Progesterontest.
Je nach Entwicklung testen bis der geeignete Decktag
bestimmt ist. Hierzu gehören nicht nur die Tests die
der TA durchführt sondern auch eine gute Beobachtung
der Hündin. Die Blutung ist zu Anfang dunkler und wird
immer heller wenn sich der Deckzeitpunkt nähert. Stoppt
die Blutung oder ist ganz hell richtig
fleischwasserfarben und die Hündin bietet sich anderen
Hunden an (zur Seite legen der Rute , hochziehen der
Vulva) ist der geeignete Tag gekommen. Je nach
Entfernung starten sie rechtzeitig um unnötig Stress
und Hektik zu vermeiden. Vermitteln sie der Hündin beim
decken das Gefühl alles richtig zu machen. Nicht immer
gelingt der Deckakt auf Anhieb . Bewahren sie die Ruhe
vielleicht sind sie einfach noch ein wenig früh dran.
Sollte der Rüde Interesse zeigen aber es gelingt ihm
nicht den Deckakt zu vollziehen suchen sie einen
Tierarzt auf und lassen sie überprüfen ob die Hündin
eine Scheidenspange hat. Diese kann schnell und
unblutig durchtrennt werden danach gelingt der Deckakt
meist mühelos. Gelingt der Deckakt und die Hunde
trennen sich achten sie darauf das die Hündin keinen
Urin absetzt und lassen sie sie ein wenig ruhen bevor
sie die Heimfahrt antreten. Die Ruhezeit können sie
nutzen zum ausfüllen der Unterlagen: Unterschrift des
Rüdenbesitzers und Mitgliedsnummer auf dem Wurfantrag,
Kopie der Ahnentafel und Zuchtvoraussetzungen geben
lassen, Ausfüllen der Deckkarte die der Rüdenbesitzer
anfordern muss , bei ausländischen Rüden aber Sie.
Deckakt wiederholen
ca 24-48 Stunden später.
Nun beginnt das
Warten!
Die ersten 3
Wochen läuft alles weiter wie bisher. Vielleicht
schläft die Hündin mehr und erbricht so um den 18 Tag
was ein Hinweis auf eine Trächtigkeit sein könnte da
sich um den Zeitpunkt die Eizellen in der Gebärmutter
einnisten. Sicher können wir jedoch erst später sein.
Wir nutzen die Möglichkeit des Ultraschalls so um den
30 Tag wenn die Fruchtanlagen schon gut zu sehen sind.
Ist dieser Befund positiv beginnen wir täglich eine
Tablette Pulsatilla D6 zu verabreichen. Noch ein
Zeichen weißt auf eine Trächtigkeit hin: so um den 32
Tag kann die Hündin klaren Schleim aus der Scheide
absondern dies ist meist ein Zeichen dass sie trächtig
ist. Ist der Ausfluß gelblich eitrig suchen sie bitte
ihren TA auf . Noch erhält die Hündin bei uns die
gleiche Menge Futter wie vorher diese steigern wir ab
der 5 Trächtigkeitswoche. Ab der 6 Woche erhält die
Hündin täglich eine Portion Himbeerblättertee damit die
Geburtswege weich werden. Die Vorbereitungen für die
Geburt laufen auch schon: Welpenzimmer wird
hergerichtet mit desinfizierter Wurfkiste, Scheren,
Nabelklemme , starkem Garn(Sternfaden) Rivanol zum
desinfizieren, Bettlaken, Handtüchern(sammeln sie bei
Freunden alte Bettlaken und Handtücher)
Gummishandschuhe , Gleitgel, Fieberthermometer,
Calciumampullen(Calcium Frubiase T beugt Eklampsie vor
und Erschöpfung) Traubenzucker, Welpenmilch ,
Doxapram(Mittel zur Atemstimulanz bei Welpen)
homöopathische Medikamente wie Metrovetsan und
Lactovetsan( beides wichtig) Cimicifuga D6 ,Secale
cornutum D6 . Heft und Kugelschreiber zum notieren von
Gewicht , Geburtszeitpunkt , Geschlecht und
Markierungen Mit Tierarzt besprechen ob er zum
Geburtszeitpunkt rund um die Uhr für sie erreichbar
ist. Die 2te Herpesimpfung ist 2 Wochen vor dem
Wurftermin fällig ! Nicht vergessen!
Nun sind auch die
Welpenbewegungen ganz deutlich im Mutterleib zu spüren
. Immer wieder ein tolles Erlebnis. Der
Geburtszeitpunkt liegt normalerweise zwischen dem 59
und 64 Tag nach dem decken. Abweichungen sind möglich
,erfordern aber besser eine Kontrolle durch den
Tierarzt. Ab dem 56 Tag kontrollieren wir die Temp.
der Hündin .Diese liegt so bei 38 ,5Grad und sinkt die
Tage vor der Geburt schon leicht ab . Ca 18-24 Stunden
vor der Geburt sinkt diese auf einen Wert der noch
unter 37 grad liegen kann ab. Dies erfordert eine
mehrmalige Kontrolle pro Tag um den Tiefpunkt zu
erkennen. Mit Geburt der ersten Welpen steigt die Temp.
wieder an. Die Milch schießt ein paar Tage vor der
Geburt ein , die Scham ist locker und weich, evtl .
schleimt die Hündin ein wenig. Sie wird unruhig kann
versuchen sich Nester zu bauen . Ist der große Tag
gekommen versuchen sie als Züchter vor allem eines:
RUHE ZU BEWAHREN!! Manch Kaiserschnitt hätten WIR
vermeiden können wenn wir nicht so panisch und
ängstlich reagiert hätten. Alles ist ein natürlicher
Vorgang und braucht seine Zeit. Ist die Temperatur
abgesunken und die Hündin fängt an zu hecheln ist die
Geburt in Gange. Ich finde immer der Augenausdruck der
Hündin verändert sich auch immer sie wirkt nach innen
gekehrt. Lassen Sie ihre Hündin nun keinesfalls
alleine. Sie braucht Sie ! Und wer will sich schon um
so ein Erlebnis bringen? Die Hündin wird sich noch
ständig entleeren und muss öfters nach draußen. Mehr
schleim kann abgehen .Fressen wird sie nicht mehr aber
auch hier gibt es Ausnahmen. Wasser sollte ständig
bereit stehen. Die Eröffnungsphase kann einige Stunden
dauern , keine Panik. Die Hündin kann sich öfter
umsehen ,unruhig drehen, Laken zerreißen , jammern ,
fiepen usw. Bedauern Sie sie nicht wirken sie nur ruhig
auf Sie ein. Mann sieht auf einmal wie die Hündin
wellenförmige Presswehen bekommt. Erst einmal dann
heftiger. Wenn sich die Rute abspreizt ist der erste
Welpe im Geburtskanal. Meist wird 2-3mal gepresst und
dann ist er da!

Herzlichen
Glückwunsch zu diesem unbeschreiblichen Ereignis
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Beobachten sie
erstmal wie die Hündin auf diese Ereignis reagiert.
Meistens beginnt sie gleich den Welpen auszupacken und
abzunabeln und dann trocken zu lecken. Ist die Hündin
zu erschöpft oder tut sie das nicht öffnen sie die
Fruchtblase unterhalb der Kehle und ziehen sie in
Richtung Hinterkopf ab. Säubern sie die Atemwege. Atmet
der Welpe nicht halte sie ihn unter kaltes Wasser,
verabreichen evtl Doxapram und rubbeln ihn fest. Saugen
Fruchtwasser aus den Atemwegen. Klemmen sie die
Nabelschnur ab , wir nehmen eine Nabelklemme und binden
dann mit in Rivanol eingelegtem Sternfaden den Nabel am
bauch ab und durchtrennen dann die Nabelschnur.
Wenn der Welpe
abgenabelt ist wird er gewogen, mit Bändchen markiert,
Geschlecht und Uhrzeit notiert dann kann er bei Mama
bleiben. Notieren Sie immer ob die Nachgeburt
abgegangen ist damit sie wissen ob nicht noch evtl.
Nachgeburten in der Hündin verbleiben. Kontrollieren
Sie die Gaumen , Zunge und Ruten der Welpen. Bei
Welpen die nach der Geburt noch schwach sind und nicht
atmen hilft ein Tropfen Doxapram und unter kaltes
Wasser heben und rubbeln. Werden die Wehen
unregelmäßiger hilft Cimicifuga D6 und Secale Cornutum
1/4stdl im Wechsel .Zu Geburtsschwierigkeiten will ich
hier nichts schreiben, bei Fragen oder wenn sie
unsicher sind rufen sie Tierarzt oder Zuchtwart an und
warten sie nicht zu lange !
Ist die Geburt
beendet bekommt die Hündin Futter( Welpenmilch,
Rinderhack ) wird nach draußen geführt erhält noch eine
Calciumampulle und kann dann zu Ruhe kommen.
Kontrollieren sie
die Tage nach der Geburt regelmäßig die Temperatur der
Hündin den Ausfluß und das Gesäuge. Geben Sie ihr
tägl. 3mal 10 Tropfen Metrovetsan zur Reinigung der
Gebärmutter oder evtl am ersten tag nach der Geburt
3mal täglich Oxytoxin am 2 Tag 2mal und am 3 Tag
einmal täglich. Zusätzlich jeden Tag eine Ampulle
Calcium Frubiase T zur Vorbeugung von Eklampsie bis
die Welpen zugefüttert werden. Wir füttern der Hündin
zusätzlich noch tägl. 2 Portionen Welpenmilch mit
Bierhefeflocken. Hat die Hündin zu wenig Milch können
sie die Milchbildung mit Lactovetsan 3mal täglich 10
Tropfen anregen.
Informieren Sie
ihren Zuchtwart über die Geburt damit er die
Erstabnahme machen kann.
Wiegen sie die
Welpen täglich und notieren sie Gewicht der Welpen .
Sollten die Welpen nicht zunehmen oder unruhig werden,
wimmern , nicht trinken, schlapp werden und Durchfall
bekommen kontaktieren sie bitte sofort ihren TA oder
Zuchtwart. Haben die Welpen Wolfskrallen bitte lassen
sie diese bis zum 3 Lebenstag entfernen.
Ist es ein großer
Wurf füttern sie bitte einige der Welpen zu damit die
Hündin entlastet ist.
Sorgen Sie für
Sauberkeit des Wurflagers, wechseln sie regelmäßig die
Laken und säubern sie die Hündin vom Wochenfluss.
Je nach Wurfstärke
und Gewichtszunahme füttert man zwischen der 3 und 4
Lebenswoche zu. Wir beginnen mit der Abendmahlzeit und
die besteht am Anfang (4-5 Tage lang) aus Tartar mit
der Hand gefüttert. Vor dem Füttern trennen wir die
Hündin eine Stunde von den Kleinen. Vertragen die
Welpen das Tartar gut kommt Welpenmilch hinzu , wir
benutzen hierzu glasierte Tonuntersetzer für Blumen aus
dem Baumarkt. Das Tartar wird durch Rinderhack ersetzt.
Immer wenn eine Mahlzeit gut vertragen wird und kein
Durchfall auftritt führen wir die nächste Mahlzeit ein
bis wir mit ca 6 Wochen 4-5 Mahlzeiten erreicht haben
. Die Hündin lassen wir erst wieder zu den Welpen
nachdem sie gefüttert wurden ,um einen kleinen
Nachschluck zu erhalten . So langsam trennen wir Hündin
und Welpen öfter mal damit sich die Kleinen abnabeln
und kein Milchstau entsteht wenn die Welpen das Haus
verlassen. Was gefüttert wird hängt von Vorstellungen
des Züchters ab . Ist er Frischfleischfütterer oder
Trockenfutterbefürworter. Gut ist es die Welpen an
alles zu gewöhnen damit sie beim neuen Besitzer keine
Schwierigkeiten haben.
Mit 10 Tagen
schneiden Sie bitte den Welpen die Krallen damit das
Gesäuge der Hündin nicht zerkratzt wird. Die erste
Wurmkur sollten die Welpen mit 12-14 Tagen erhalten,
gleichzeitig bitte immer die Hündin mit entwurmen. Wir
entwurmen danach wöchentlich mit wechselnden Mitteln.
Mit 5 Wochen werden unsere Welpen gegen Parvovirose
geimpft. Danach sind Besucher dringend erwünscht. Nun
heißt es die Welpen zu prägen, an Geräusche zu
gewöhnen, Alltagsgeräusche , Kinderbesuch und auch eine
Autofahrt ist gut für die Prägung.
Mit 8 Wochen wird
dann noch mal geimpft (grundimmunisiert ) und gechipt
danach kommt die Wurfabnahme. Richten sie Dafür schon
alle Unterlagen her wie : Impfausweise, Chipnummern
,Wurfantrag, Papiere von Hündin und Rüde und
Zwingerkarte .5 Tage nach der Impfung können die
Kleinen dann ihr neues Zuhause beziehen. Die Zeit
sollten sie noch im Züchterhaushalt verbleiben um evtl.
Impfreaktionen beobachten zu können. Nun heißt es
Abschied nehmen. Wir geben den Welpen am Tag vor der
Abreise Ignatia gegen Trennungsschmerz . Die
Welpenkäufer wurden sorgfältig ausgewählt und trotzdem
bleibt einem manchmal eine Enttäuschung nicht erspart.
Mann kann den Leuten vor aber nicht in den Kopf schauen
und manchmal kommen familiäre Situationen hinzu wo
eine Rückgabe des Hundes besser ist für beide Seiten.
Alles wurde bei uns in einem Kaufvertrag festgehalten.
Die Welpenkäufer kommen uns besuchen ,entscheiden sich
ob sie einen Hund wollen oder wir ob sie einen bekommen
dann wird Kaufvertrag unterschrieben und Anzahlung
getätigt. Ein Musterkaufvertrag liegt der Mappe bei.
Der Abschied fällt
immer schwer ! Auch wenn man die nettesten Käufer hat ,
ein wenig froh ist wenn wieder Ruhe einkehrt, man
morgens um 5 nicht Hundesch….. entfernen muß, nicht um
5 einen Stall voll Welpen am Hosenbein zieht …. man
ist immer traurig. Aber wenn man sich nicht im Klaren
darüber ist das züchten auch Trennung bedeutet und man
alles behalten will muss man die Finger davon lassen.
Zum Züchten gehört Freude, Liebe, Glück, Spannung aber
auch Tränen, Abschied nehmen und Enttäuschung. Aber
wenn man wieder in Welpenaugen schaut weiß man es lohnt
sich !
Vergessen Sie nicht
alle Unterlagen spätestens in der 12 Woche beim PSK
einzureichen zwecks Erstellung der Ahnentafeln
Macht sich ein
Käufer jemals klar was wir ihm übergeben?
Er rechnet kurz-
bezahlt in bar- ein Stück aus unserem Leben !
Ernährung und
Impfung :
Im laufe von 15 Jahren Hundehaltung und
Zucht überlegt mann immer wieder was die richtige Form
der Ernährung für unsere Lieblinge ist. Mann will
schließlich nur das Beste. Frischfleisch kam am Anfang
nicht für uns in Frage wollten wir doch unsere Hunde
ausgewogen ernähren und klar laut Werbung und nach der
meinung der meisten Tierärzte kann das nur ein
Trockenfutter denn das entwickeln ja Leute die davon
Ahnung haben ´. Ich glaub in den 15 Jahren der
Hundehaltung gibt es kaum ein Trockenfutter der
Premiumklassen das nicht in den Näpfen unserer Hunde
gelandet ist. Und immer schlichen sich nach einiger
Zeit bestimmte Mängel ein. Mal gravierend mal kaum
bemerkbar. Zugleich erreichten uns immer mehr meldungen
über Hunde mit Allergien, Verdauungsproblemen und
Krebserkrankungen. Wir fragten uns natürlich ob das ein
Problem unserer Rassen ist ? oder an was es liegen
könnte das auch junge Hunde ,nicht nur unserer Rasse
,versterben ?? Dazu kam natürlich immer noch der
Gedanke an das drohende Gespenst der magendrehung das
nun mal alle großen rassen treffen kann. Dann kamen
immer wieder Überlegungen ob Trockenfutter und
übermäßiges impfen nicht auch einen Teil dazu beitragen
könnte? Ist es artgerecht einen Hund Frischfleisch
vorzuenthalten? Dazu das lesen einiger kritischer
Bücher wie das Buch Katzen würden Mäuse kaufen von
Ulrich Grimm und der Besuch versch. Internetforen
machten uns hellhörig und so beschlossen wir unsere
Hunde von nun an artgerecht zu ernähren und sind
rundherum zufrieden. Hier ein Artikel zur
artgerechten Ernährung von Hunden :
Zur Ernährung des Hundes
ie Ernährung
ist wahrscheinlich das wichtigste Standbein einer guten
Gesundheit. Leider haben die meisten Hundebesitzer die
Verantwortung für die Ernährung ihres Hundes an die
Tierfutterhersteller abgegeben. Es ist bequemer und
einfacher, einen Sack Futter zu kaufen und den Angaben
des Herstellers zu glauben, als sich eingehend mit dem
Thema Ernährung zu beschäftigen.
Das Ergebnis
der Fütterung mit dieser auf Getreide basierenden
Nahrung wird immer deutlicher durch den enormen Zuwachs
an Krankheiten in unserer Hundepopulation. Krebs,
Allergien, Pankreatitis, Pankreasinsuffizienz,
Hautprobleme, Nieren- und Lebererkrankungen,
Immunschwäche, Frucht-barkeits- und Wachstums-störungen
treten immer häufiger auf und lassen sich nicht einfach
mit „Überzüchtung“ erklären.
Ein Organismus
braucht mindestens 10.000 Jahre, um sich auf eine
totale Ernährungs-veränderung umzustellen. Um sich auf
Fertigfutter umzustellen, hatte der Hund etwa 60 Jahre.
In diesen 60 Jahren hat sich der allgemeine
Gesundheitszustand unserer Hunde drastisch
verschlechtert.
Das hängt
UNBEDINGT mit der schlechten Ernährung zusammen.Viele
Tierärzte, Züchter und Hundebesitzer sind heute der
Meinung, dass Fertigfutter einer der Hauptverursacher
eines schlechten Gesundheitszustandes ist, und suchen
Alternativen zu Fertigfutterprodukten. Eine dieser
Alternativen, die mittlerweile Befürworter in der
ganzen Welt hat, ist die sogenannte BARF-Ernährung.
BARF – was
ist das?
Das Akronym
BARF wurde zuerst von der Amerikanerin Debbie Tripp
benutzt, um die Leute zu bezeichnen, die ihre Hunde mit
rohem, frischem Futter ernähren, und um das Futter
selber zu bezeichnen. In diesem Fall bedeutete das
Akronym Born Again Raw Feeders (neugeborene
Rohfütterer) oder Bones And Raw Foods (Knochen und
rohes Futter).
Später wurde
dem Akronym noch die Bedeutung „Biologically
Appropriate Raw Foods“ (biologisch geeignetes rohes
Futter) gegeben. Das Witzige an diesem Begriff ist,
dass BARF in Umgangsenglisch auch Erbrechen bedeutet,
was bei einigen Neueinsteigern, die nun mit rohem
Fleisch, Pansen und Innereien hantieren, sicherlich ein
etwas gequältes Lächeln hervorbringen dürfte.
Ich habe
B.A.R.F. übersetzt in Biologisch Artgerechtes Rohes
Futter, damit es in Deutsch auch verständlich ist. Da
das Akronym BARF für verschiedene Leute verschiedene
Bedeutungen hat, muss ich kurz klarstellen, dass es für
mich einfach Rohfütterung bedeutet und nicht einen
bestimmten Diätplan bezeichnen soll.
Somit ist
B.A.R.F. (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) ein
Begriff, der Futter beschreibt, das aus frischen
Zutaten vom Hundebesitzer selber zusammengestellt wird
und roh verfüttert wird. Hierbei versucht man so weit
wie möglich die Ernährung eines wild lebenden Kaniden,
wie zum Beispiel die des Wolfes, zu imitieren.
Fertigfutter
– was ist das?
Den wenigsten
Hundebesitzern dürfte klar sein, was alles für
“leckere” Sachen in diesen Futtersäcken sind. Von den
Chemikalien, Konservierungsmitteln und
Geschmacksverstärkern wissen schon viele, und es gibt
inzwischen auch zahlreiche Marken, die angeblich ohne
diese Schadstoffe auskommen. Wie ihr Futter trotzdem
mindestens ein Jahr haltbar sein kann, erklären sie
nicht. Fakt ist, dass die Hundefutterhersteller ihre
Grundsubstanzen so einkaufen, dass die
Konservierungsstoffe schon enthalten sind. Deshalb
brauchen sie bei ihrer eigenen Produktion keine
Zusatzstoffe mehr hinzufügen und sie auch nicht zu
deklarieren. Anders ausgedrückt: Wenn auf einem
Hundefuttersack steht „keine Zusatzstoffe“, dann heißt
das nur, dass der Hersteller bei seiner Verarbeitung
keine Zusatzstoffe hinzugefügt hat; er darf das also
auch dann, wenn er Vorprodukte, also Tier- und
Getreidemehle, mit Konservierungsstoffen verwendet.
Problematisch
ist auch die Undurchsichtigkeit der Herkunft und der
Qualität der einzelnen Zutaten. Dazu muss man erst
wissen, was alles erlaubt ist unter Begriffen wie
"Tierische Nebenprodukte", "Geflügelfleischmehl",
„Trocken-schnitzel", "Fischmehl" oder "Knochenmehl".
Im folgenden
einige Tierkörperteile, die auch in den besseren
Hunde-futterprodukten enthalten sind: Hühner: Füße,
Schnabel, Federn, Kot; Rinder: Blut, Fell, Hufe, Hoden,
Kot, Urin; dazu der Abfall von Getreidemühlen und
Gemüseverarbeitungsfabriken. Füße, Hufe, Schnäbel,
Federn usw. enthalten hohe Mengen an Stickstoff, der
bei der Rohproteinberechnung als Protein-Stickstoff
(eigentlich stammt er ja aus dem Horn von Schnabel und
Krallen und nicht aus einem Protein) in die Analyse
eingeht und so den Rohproteinwert des Futtermittels
erhöht, jedoch vom Hund nur schwer verdaut und kaum
verwertet werden kann.
Alle
Hundefuttersorten bestehen zum größten Teil (60 – 90
Prozent) aus Getreide, was man in der Analyse umgeht,
indem man die Getreidesorten einzeln auflistet. So ist
es möglich, Fleischmehl als erste Zutat aufzuführen,
obwohl zusammengerechnet die Haupt-Zutat gemischtes
Getreide ist.
Vitamine,
Enzyme, Aminosäuren und essentielle Fettsäuren werden
zerstört, verändert oder beschädigt durch die Erhitzung
im Herstellungsverfahren, viele Narkosemittel und
Medikamente jedoch nicht. Auf diese Substanzen wird das
Futter aber nicht untersucht. Schon mal überlegt, wo
die Kadaver vieler unserer verstorbenen Lieblinge
landen? Antwort: Knochen- und Fleischmehl!
Dazu kommt,
dass die Abdeckereien sich oft nicht einmal die Zeit
nehmen, Floh-halsbänder von verendeten oder
eingeschläferten Tieren oder die Plastikverpackungen
von abgelaufenem Supermarkt-Fleisch zu entfernen, bevor
diese zu Knochen- oder Fleischmehl verarbeitet werden.
Gerne
verwendet man auch Füllstoffe wie Rotebeetemasse, da
sie den Stuhl dunkel färben und lange im Darm bleiben,
was dazu führt, dass der Stuhl sehr fest ist - ein
beliebtes Verkaufsargument vieler Hersteller.
Auch benutzen
die Fertigfutterhersteller gerne Bezeichnungen wie
„Zellulose“, was meist einfach eine unverdächtig
klingende Bezeichnung für Sägemehl ist.
Zellulose ist
laut Definition "ein pflanzliches Polysaccharid mit
linearem Aufbau aus Cellobiose- bzw. Glucose-Molekülen.
Unlöslich in Wasser, löslich in konzentrierter
Phosphorsäure, kalten konzentrierten Laugen; durch
konzentrierte Mineralsäuren hydrolysierbar bis zur
Glucose; natürlich vorkommend in der Zellwand von
Mikroben u. Planzen (bis zu 50 Prozent des Holzes).
Kann durch Cellulasen bei Pflanzenfressern bakteriell
abgebaut werden. Wird technisch gewonnen als Zellstoff".
(Lexikon Medizin, Urban & Schwarzenberg
1997)
Oder, anders
ausgedrückt, kein geeignetes Hundefuttermittel.
Der Hund
ist ein Karnivor!
Wie sein
Vorfahr, der Wolf, gehört der Hund zur Ordnung der
Karnivoren, wobei der Wolf kein reiner Fleischfresser
ist. Außer Beutetieren frisst der Wolf Obst, Kräuter,
Beeren, Gräser, Wurzeln, Insekten und auch den Kot der
Pflanzenfresser. Überwiegend frisst der Wolf jedoch
Großwild; vom Beutetier wird alles aufgefressen bis auf
die größeren Knochen, einen Großteil von Haut und Fell
und einen Teil des Magen-Darm-Inhalts.
Durch den
Verzehr des ganzen Tieres bekommt der Wolf alle für ihn
lebenswichtigen Nährstoffe: Eiweiß, Fett, Mineralien,
Vitamine, Enzyme und Ballaststoffe.
Der Hund hat
das Gebiss eines Karnivoren, mit kräftigen Eckzähnen,
um die Beute zu greifen und Backenzähnen mit scharfen
Kanten, um Fleisch und Knochen durchbeißen zu können.
m Gegensatz zu
Pflanzenfressern hat der Hund keine Verdauungsenzyme im
Speichel und produziert vergleichsweise sehr wenig
Speichel. Hundespeichel ist sehr zähflüssig und dient
als Gleitmittel für die Nahrung, die beim
Fleischfresser meist aus größeren Brocken besteht.
Der Magen des
Hundes ist im Vergleich zu Pflanzenfressern sehr groß:
achtmal so groß wie ein Pferdemagen, in Relation zum
Körpergewicht. Die Magensäure des Hundes enthält
anteilig zehnmal mehr Salzsäure als die des Menschen
und hat, mit Nahrung im Magen, einen pH-Wert von unter
1 (Mensch: pH-Wert 4 bis 5). Die Produktion der
Verdauungssäfte erfolgt beim Hund durch den
Schlüsselreiz Fleisch.
Der Darm des
Hundes ist sehr kurz im Vergleich zum Darm des
Pflanzenfressers. Die vollständige Verdauung von
Fleisch und Knochen dauert beim Hund maximal 24
Stunden; Pflanzenfresser brauchen für die Verdauung
vier bis fünf Tage.
All diese
Fakten sprechen eindeutig dafür, dass der Hund ein
Fleischfresser ist und eine auf Getreide basierende
Ernährung grundsätzlich falsch ist für diese Spezies.
Der hohe
Getreideanteil von Fertigfutter verursacht einige
Probleme beim Hund. Die Magensäfte werden nicht
ausreichend gebildet, weil der Schlüsselreiz Fleisch
fehlt, folglich werden Bakterien nicht abgetötet, es
kommt zu Fehlgärungen, Durchfall, Magenumdrehungen und
Parasitenbefall. Die Bauchspeicheldrüse ist überfordert
mit der Produktion von Enzymen zur Verdauung von
Getreide, weil im hocherhitztem Fertigfutter kaum noch
Enzyme vorhanden sind und die Verdauung des Hundes auf
große Mengen von pflanzlicher Nahrung keineswegs
eingestellt ist.
Das Kochen von
tierischen Eiweißen verändert viele der
Aminosäuren-Ketten und macht sie für den Hund
größtenteils unbrauchbar. Eiweiße werden durch Kochen
schwer verdaulich, zudem gehen dabei viele Mineralien
verloren. Auch wenn man das Kochwasser hinzufüttert,
sind diese Mineralien größtenteils nicht mehr
verwertbar für den Hund. Der Hund hat einen anderen
Bedarf an Aminosäuren als die Pflanzenfresser, und
diese Aminosäuren sind fast alle in rohem Fleisch
enthalten. Ohne diese Aminosäuren kann der Hund kein
gesundes Gewebe und kein gesundes Immunsystem aufbauen.
Das Fett im
Fertigfutter wird durch Konservierungsmittel wie
Ethoxiquin, BHA und BHT haltbar gemacht. Diese
Konservierungsmittel können die Bildung von weißen
Blutkörperchen verhindern, das Immunsystem schwächen
und die Aufnahme von Glucose blockieren und dürfen
wegen Krebsverdacht in Nahrungsmitteln für den
Humanverzehr nicht verwendet werden. Omega-3-Fettsäuren
fehlen meist gänzlich im Fertigfutter, weil sie nicht
lange haltbar gemacht werden können.
Letztendlich
sind gekochte Nahrungsmittel völlig tot. Vitamine,
Mineralien, Enzyme und Aminosäuren werden zerstört oder
in einen unbrauchbaren Zustand gebracht. Teilweise
werden diese Zutaten dem Fertigfutter nachträglich
zugeführt, aber oft sind es billige, chemisch
hergestellte Präparate, die nur schwer verwertet werden
können.
Im günstigsten
Fall überlebt der Hund scheinbar gesund; doch oft genug
kommt es zu Erkrankungen. Das Immunsystem wird
geschwächt durch den Mangel an Enzymen, Aminosäuren,
Antioxidantien und essentiellen Fettsäuren; die
überforderte Bauchspeicheldrüse funktioniert nicht mehr
richtig; durch die fehlende Zahnhygiene entstehen
Zahnstein und chronische Entzündungen im Maul, die
wiederum das Immunsystem schwächen. Einige neue
unabhängige Untersuchungen haben gezeigt, dass der
Zahnstein und die darauf folgende Gingivitis
(Zahnfleischentzündung) beim Hund eine Immunschwäche
verursachen.
Inzwischen gibt
es diverse Diätfutter, um die Erkrankungen zu
behandeln, die durch das Füttern von Fertigfutter
überhaupt erst entstanden sind. Wenn es nicht so
traurig wäre, könnte man über diese Ironie lachen.
Was nun?
Aus Sorge um
die Gesundheit ihrer Hunde haben sich immer mehr
Züchter und Hundebesitzer in den letzten Jahren
gründlich mit der Ernährung ihrer Tiere befasst. Dabei
sind viele auf die natürliche, artgerechte Ernährung
mit rohem Fleisch und Knochen gekommen. Ältere, fast
vergessene Bücher, wie die von Juliette de Bairacli
Levy, fanden auf einmal neue Leser, und viele neue
Bücher zum Thema kamen auf den Markt.
Juliette de
Bairacli Levy möchte ich noch kurz erwähnen, denn diese
außergewöhnliche Frau hatte bereits in den 50er und
60er Jahren vor der Gefahr des Fertigfutters und vor
Impfungen gewarnt und immer die Ernährung mit frischen,
rohen Zutaten befürwortet. Die Züchter, die ihren
„natural rearing“-Methoden über Jahrzehnte treu
blieben, berichteten von durchgängig gesunden Hunden in
Zeiten, in denen man immer mehr von kranken Hunden
hörte.
Inzwischen
füttern viele Menschen ihre Hunde nach den Prinzipien
von BARF und berichten von erstaunlicher Besserung
ihres Gesundheitszustands. Hautprobleme verschwinden,
die Hunde haben mehr Energie, die Hündinnen haben mit
Trächtigkeit und Welpenversorgung weniger Probleme, und
die Welpen wachsen langsamer und gesünder auf. Viele
gesundheitliche Probleme verschwinden oder verbessern
sich nach der Umstellung auf BARF.
Bei der
natürlichen Ernährung wird versucht, die Nahrung eines
wild lebenden Kaniden nachzuahmen. Da es wohl kaum
möglich ist, ganze wildlebende Tiere zu verfüttern,
muss man sich mit den Nahrungsbedürfnissen des Hundes
auseinandersetzen. Es kann zur Fehlernährung kommen,
wenn man nur Fleisch füttert. Es gibt einiges zu
beachten, zum Beispiel das Alter des Tieres, seinen
Gesundheitszustand und natürlich, dass der Hund mit
allen Nährstoffen in ausreichenden Mengen versorgt
wird.
Heutzutage
gibt es im Internet viele Websites und Foren, wo man
Informationen und Rat erhalten kann. Auch können Sie
sich an einen Tierheilpraktiker oder Tierarzt wenden,
der sich mit dem Thema auskennt. Am Ende dieses
Beitrags finden Sie einige Links und Buchtitel zur
artgerechten Ernährung.
Nur Mut: Diese
Art von Fütterung ist viel einfacher, als man denkt.
Vorurteile
Viele
Hundebesitzer haben Bedenken, BARF zu füttern, weil die
Fertig-futterhersteller und Tierärzte immer wieder vor
rohem Fleisch und Knochen warnen. Rohes Fleisch sei
gefährlich – der Hund werde Parasiten oder Salmonellen
bekommen, heißt es. Nur durch Fertigfutter könne der
Nährstoffbedarf des Hundes gedeckt werden, wird
behauptet. Knochen seien lebensgefährlich, warnt die
Fertigfutterlobby. Rohernährung sei viel zu teuer und
zeitaufwändig, heißt es.
Wie oben schon
erklärt worden ist, besitzt der Hund den
Verdauungsapparat eines Karnivoren; das heißt, die
gesamte Verdauung des Hundes ist auf rohes Fleisch und
Knochen eingestellt. Salmonellen und andere Bakterien
sowie Parasiten sind allgegenwärtig – ein gesunder
Organismus wird damit problemlos fertig. Die Magensäure
des Hundes ist sehr stark und kann Knochen, Knorpel und
Fleisch problemlos verdauen. Da durch den Schlüsselreiz
Fleisch ausreichend Magensäfte produziert werden,
werden bei der Rohernährung schädliche Bakterien
vernichtet, und es kommt äußerst selten zu
Parasitenbefall.
Es ist gar
nicht notwendig, alle lebenswichtigen Nährstoffe bei
jeder Mahlzeit zu verabreichen. Eine solche Behauptung
kann nur ein Tierfutterhersteller machen. Die
Ausgewogenheit findet über einen Zeitraum von mehreren
Wochen statt, wie es auch in der Natur passiert. Bei
einer rohen, natürlichen Ernährung ist es deswegen
nicht weiter schlimm, wenn ein Hund eine gewisse Zeit
etwas einseitig isst, vorausgesetzt, man füttert in der
Regel recht abwechslungsreich.
BARF zu
füttern ist nicht wesentlich zeitaufwändiger oder
teurer als Fertigfutter zu füttern. Am Anfang machen
sich viele Sorgen, dem Hund könnte etwas fehlen, und
neigen dazu, zu viele Ergänzungsmittel zu füttern oder
darauf zu achten, dass der Hund täglich alles bekommt.
Mit der Zeit legen sich diese Sorgen und der
Zeitaufwand wird geringer. Fleisch und Knochen, die man
zur BARF-Ernährung nutzt, sind meist Überbleibsel von
Fleisch für unsere Ernährung und deswegen nicht teurer
als ein mittelmäßiges Hundefutter.
Rohfleisch
macht böse! Ein Märchen das sich hartnäckig hält. Hunde
verteidigen natürlich ihr Fleisch gegen andere Hunde -
das hat aber keine Auswirkungen auf das Verhältnis
Mensch/Hund, sondern ist eine Erziehungsfrage.
Vorteile
-
Kein Zahnstein
-
Kein übler
Hundegeruch
-
Weniger Parasiten
-
Starkes Immunsystem
-
Wesentlich kleinere
Kotmengen
-
Starke Bänder und
Sehnen
-
Bessere Muskulatur
-
Erleichterung bei
arthritischen Erkrankungen
-
Weniger
Wachstumsprobleme
-
Risiko von
Magendrehung drastisch reduziert
-
Schönes, gesundes,
glänzendes Fell
Empfohlene
Literatur zu BARF:
Deutsch:
“B.A.R.F. –
Biologische Artgerechte Rohe Fütterung“ von S. Simon
"Das neue
Kräuterhandbuch für den Hund“ von Juliette de Bairacli
Levy – in 2008 erhältlich
“Hundezucht
naturgemäß mit Liebe und Verstand“ von Ilse Sieber &
Eric H. W. Aldington
"Gesunde Hunde
Magazin" das Magazin zur artgerechten Hundehaltung
www.gh-magazin.de
"Mein Hund,
Natürlich Gesund" von Silvia Dierauer - Unabhängiger
Ratgeber zur Förderung der Gesundheit Ihres Hundes mit
dem Schwerpunkt Ernährung.
Bestellinfos -
http://www.meinhund.ch
Englisch:
”The Complete
Herbal Handbook for the Dog and Cat” von Juliette de
Bairacli Levy
”The Holistic
Guide for a Healthy Dog” von Wendy Volhard und Kerry
Brown
”Natural Nutrition
for Dogs and Cats – the Ultimate Diet” von Kymythy
Schultze
Internetseiten
zu BARF:
http://www.barfers.de -
BARF und Naturheilpraktik für Hunde
www.gesundehunde.com
- Forum Naturheilpraktik und Artgerechte Ernährung des
Hundes
http://surf.agri.ch/dierauer
- Homepage von Silvia Dierauer
http://de.groups.yahoo.com/group/D-BARF
- offene BARF-E-Gruppe
IMPFUNG :
Wenn ihr wie wir dem Impfen kritischer
gegenüber steht findet ihr bei
www.stallwache.de
Tipps wie mann auch anders impfen kann.
|